Marioveda

Rheuma und Arthrose im Ayurveda

Rheuma (rheumatoide Arthritis) versus Arthrose

Bei der Arthrose sind die Gelenke (Knorpelschicht ist angegriffen bzw. abgenutzt) betroffen, durch Überbelastung (zu starker Sport), Übergewicht oder Altersabnutzung.

Entzündungen in den Gelenken (Immunsystem kann gestört sein) ist Rheuma (rheumatoide Arthritis) und wird im Ayurveda als Stoffwechselerkrankung bezeichnet. 

Arthritis (itis = die Endsilbe zeigt, das es sich um einen entzündlichen Prozess handelt):

  • Die Knorpelschicht auf den Knochenenden hat keine Blutgefäße, deshalb erfolgt die Versorgung des Knorpels und des Gelenks mit Nährstoffen nur allein über die Innenhaut und dann nur bei Bewegung des Gelenks!!! Deshalb ist nicht Schonung, sondern Bewegung ohne Belastung bei rheumatischen Erkrankungen wichtig! (nicht in der akuten Entzündungsphase)
  • Rheuma gibt es in vielen versch. Varianten, es können Gelenke, Sehnen, Nerven, Wirbel, Gelenkinnenhaut, Knorpel und Muskeln betroffen sein. Auch Weichteilrheumatismus (Sehnen, Bindegewebe und Muskeln) tritt häufig auf. Stoffwechselerkrankungen wie Gicht verlaufen oft ebenso mit rheumatischen Beschwerden.

Rheuma im Ayurveda:

Es gibt 3 verschiedene Arten von Rheuma (alle 3 Doshas, können Störungen aufweisen)

Vata – knackende & überspringende Gelenke, sie sind trocken und schwellen nicht an.

Pitta – geht mit Entzündungen einher, die Gelenke schwellen an und tun auch schon weh wenn man sich nicht bewegt, sind oft gerötet und fühlen sich bei Berührung heiß an.

Kapha – die Gelenke werden steif und schwellen an, sind eher kalt und feucht als heiß. Die Bewegung verstärkt den Schmerz nicht sondern lindert ihn. Am Morgen sind die Schmerzen noch stark und vermindern sich bei entsprechender Bewegung.

Jede Art von Arthritis beginnt im Dickdarm! Werden aber auf Grund der unterschiedlichen Symptome anders behandelt.

 Also muss man zunächst sehen welche Beschwerden vorliegen. Lebensweise und Ernährung beeinflussen unsere Verdauung. Dadurch können über die Jahre Störungen der einzelnen oder auch aller drei Doshas (Vata, Pitta und Kapha) auftreten.
(Was Die Doshas sind könnt ihr im ABC nachlesen
)

Wenn sich das Verdauungsfeuer (Agni) verlangsamt, sammeln sich Abfallstoffe (Ama) im Darm an. Von dort aus können sich diese Abfallstoffe durch den gesamten Körper verteilen. So gelangen sie in die Gelenke und lagern sich dort ab. Es können so Krankheiten entstehen, weil der Abtransport der abgestorbenen Zellen nicht mehr richtig funktioniert.

Daher ist es wichtig, diese Abfallstoffe wieder aus den Gelenken zu bekommen. Je nach Dosha gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Im Allgemeinen hilft Triphala für alle drei Doshas. Eine genaue Diagnostik und entsprechende  Behandlung sollte unbedingt ein Ayurveda Arzt vornehmen.

Bei dieser Krankheit bekommt ein alter Spruch wieder mal seine Bestätigung: „steter Tropfen höhlt den Stein““. In seinen jungen Jahren denkt man nicht so oft an seine Gesundheit im Alter. Und es geht nicht darum, dass man nicht auch mal über die Strenge schlägt. Aber die Regel-mäßigkeit von schlechter Ernährung (zum Beispiel durch falsche Lebensmittelkombinationen) können über die Jahre immensen Schaden in und am Körper anrichten.

Wie ihr falsche Lebensmittelkombinationen vermeidet, erkläre ich euch in einem Kochkurs bei mir.

Bis dahin Euer Mario

PS:
Gewürze die gut sind bei rheumatoider Arthritis:
Fenchel, Wachholderbeere, Ingwer, Curcuma, schwarzer Pfeffer, Rosmarin, Selleriesamen, Granatapfel, Kürbiskerne.
Wissenschaftlich getestet: 1,2 g Curcumin (Wirkstoff in Curcuma) täglich. *

Gewürze die gut sind bei Arthrose:
Chili, Fenchel, Galgant, Ingwer, Granatapfel, Curcuma, Lorbeer, Rosmarin, Selleriesamen und Wacholderbeeren.
Wissenschaftlich getestet: ein bis zwei Gramm Ingwer täglich. *

* Quelle: Heilende Gewürze von Dr. Bharat B. Aggarwal (Narayana Verlag)

 

 

Brot im Ayurveda

Brot wird im Ayurveda nicht so optimal gesehen. Der Grund liegt bei den Eigenschaften. Es ist trocken, rau, kalt und in der Regel schwer verdaubar.

Ayurveda sagt aber auch, man soll die regionalen Gegebenheiten beachten. Und Deutschland ist nun mal eine „Brotesser Nation“. Also machen wir uns Gedanken, wie wir eine gute Verdaubarkeit für jeden erreichen.

Wie wir wissen, ist die Verdauung individuell und hängt von der jeweiligen Konstitution des Einzelnen ab. Gewürze helfen dem Darm dieses schwer verdauliche Lebensmittel aufzuspalten und die Nährstoffe dem Körper zur Verfügung zu stellen.

Wir müssen jedoch unterscheiden welche Art von Brot wir konsumieren. Auf Grund des hohen Verbrauchs von Brot und Brötchen ist es eine Massenware und wird größten Teils industriell hergestellt, mit vielen Inhaltsstoffen und Zusätzen die einer natürlichen Verdauung oft im Wege stehen. In Deutschland sind rund 200 Zusatzstoffe! in Backwaren zugelassen und die Kennzeich-nung ist mangelhaft. Bei keiner anderen Lebensmittelherstellung werden so viele, nicht richtig ausgewiesene Zusatzstoffe versteckt. Hier ein Link zu einem Youtube Video (ab Minute 29:26 wird es richtig interessant) https://www.youtube.com/watch?v=81Ueu–ufTM

Wer nicht ganz auf Brot verzichten will, für den führen nur 2 Wege aus der Misere. Zum Bäcker des Vertrauens gehen, welcher noch mit langer Sauerteigführung arbeitet, oder selbst backen. Eine andere Möglichkeit ergibt sich nicht.

Aus diesem Grund werde ich in Kürze ein paar einfache Brotrezepte in diesem Blog stellen, oder noch besser, Ihr kommt zum nächsten Ayurveda Kochkurs. Wo ich Euch zeige wie man Alternativen fürs Frühstück hin bekommt und einfaches Pfannenbrot herstellt.

Habt eine schöne Zeit
Euer Mario

 

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