Das Ayurveda ABC

A wie

Agni das Verdauungsfeuer

Das Verdauungsfeuer hat im Ayurveda einen sehr großen Stellenwert. Nicht umsonst steht schon in den alten Schriften der ayurvedischen Gelehrten,
„du bist was du verdaust“.

Funktioniert unsere Verdauung nicht richtig können Krankheiten entstehen, ist das Agni jedoch stark, kann es auch schwer verdauliche Prozesse gut meistern. Und je einfacher die Nahrung ist umso besser kann sie verdaut werden.

Versucht doch mal morgens nach dem Aufstehen ein oder zwei Gläser warmes abgekochtes Wasser zu trinken. Das bringt Schwung in die Verdauung und fördert das Ausscheiden der letzten Nahrung. Gut ist es auch zu wissen, dass unsere Verdauung wie die Sonne funktioniert. Morgens noch schwach – leichte Nahrung – mittags steht die Sonne im Zenit, die Verdauung ist am stärksten, abends wird die Sonne wieder schwach und die Nahrung sollte wieder leicht verdaulich sein.

Da sind Haferflocken am Morgen eine gute Alternative zu schwer verdaulichen Nahrungsmitteln wie Brot, Wurst und Käse. Die Haferflocken kann man mit Milch, pflanzlicher Milch oder einfach mit Wasser zubereiten.

Ein Rezept für ein schnelles warmes und nahrhaftes Frühstück findet ihr bei den Rezepten.

Habt eine schöne Zeit

Euer Mario


B wie Bewusstsein

Das kennt bestimmt jeder: Wir fahren ein paar Kilometer mit dem Auto und irgendwann wird uns bewusst, dass wir uns gar nicht mehr erinnern können, was auf der zurück gelegten Strecke alles passiert ist.

Woran liegt das?

Nun, ich denke in unserer schnelllebigen Zeit, wo wir viele Dinge gleichzeitig tun, haben wir verlernt uns auf das Eine zu konzentrieren. Dann passierte es eben, dass wir nach einer Weile nicht wirklich wissen was geschehen ist. So entwickeln sich die meisten  Autounfälle, durch Unachtsamkeit.

Oft sind wir mit mindestens zwei Dingen gleichzeitig beschäftigt. Und wenn es nur die Zeitung oder das Handy beim Essen ist.

Wir sind aber nicht multitaskingfähig, das war noch nie die Stärke des Menschen! Wenn wir eine Sache bewusst tun, sind wir konzentriert und achtsam.

Wenn wir bewusst durchs Leben gehen, uns auf etwas konzentrieren, nehmen wir es intensiver war und haben mehr Freude daran!

Ändern können wir das nur über unsere Gewohnheiten. Die Gewohnheit mehreres gleichzeitig zu tun ist sicherlich ein gesellschaftliches Problem. Mit kleinen Schritten können wir solche über Jahre eingeschlichenen Gewohnheiten ändern. Beim Essen sollten wir nichts anderes tun als uns darauf zu konzentrieren was wir Essen und wie wir Essen. Beobachtet Euch doch einfach mal selbst beim Essen, vielleicht findet Ihr etwas Neues an Euch heraus.

Mit ganz bewussten Grüßen

Euer Mario


D wie Dosha, die drei Grundtypen im Ayurveda (Konstitutionstypen)

Die Ayurvedische Ernährungslehre stellt keine Verbote oder strenge Regeln auf. Sie legt den Menschen aber nahe, seinen Körper, anhand der individuellen Bedürfnisse, zu erkunden um seine Stärken und Schwächen zu erkennen.

Die drei Konstitutionstypen und deren Eigenschaften

  1. Vata (der Luftikus) ist geprägt von den Elementen Luft und Raum.
    Die Eigenschaften sind trocken, leicht, kalt, unruhig, rau, feinstofflich, beweglich und klar. Durch diese Eigenschaften sind die Schwachpunkte im Körper die Regionen wo Bewegungen erfolgen. Zum Beispiel im Dickdarm, im Bewegungsapparat, die Sinnesorgane und das Nervensystem.
  2. Pitta (der Hitzkopf) vereint die Element Feuer und Wasser.
    Mit den Eigenschaften heiß, durchdringend, scharf, leicht, flüssig, ölig/weich und klar. Diese Typen sind sportlicher Natur, haben sprichwörtlich Feuer unterm Hintern, schwitzen leicht und sind kaltschnäuzig. Wie die Elemente es schon verraten, ist der Schwachpunkt im Körper wo Umwandlungs- und Verbrennungsprozesse statt finden. Mit den Organen im Oberbauch (Magen, Gallenblase, Leber, Dünndarm), die Haut und das Drüsensystem.
  3. Kapha (der Erdige) sind die Genießer unter uns, sie vereinen die Elemente Erde und Wasser. Die Eigenschaft ist kalt, träge, schwer, ölig/schleimig, fest/dicht, grob und langsam. Dadurch sind sie nicht so die Draufgänger unter uns. Sie geben uns eher Ruhe und Gelassenheit, wenn sie in den Raum kommen. Mit Erde und Wasser im Körper haben sie oft Probleme mit den Schleimhäuten, den Nasen-Rachen Raum, Magen und Herz-Kreislauf. Sie leiden oft unter Erkältungen, Wassereinlagerungen und Schwellungen.

In jedem von uns sind alle Doshas in unterschiedlicher Gewichtung vertreten. Wenn aber ein Dosha mehr ausgeprägt ist und ins Ungleichgewicht kommt, können Krankheiten entstehen. Daher sollte man versuchen über die Element und Geschmacksrichtungen einen Ausgleich zu erzielen. Wie ihr das am Besten macht, erfahrt ihr in einem Kochkurs bei mir.

Viel Erfolg beim Aufspüren der Elemente in eurem Körper und bis bald.

Euer Mario


 

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