Marioveda

Lavendel – Ernte

Lavendelernte

Bei uns hat heute die Lavendelernte begonnen.

Aus ayurvedischer Sicht ist Lavendel kühlend und für alle Doshas (Körpertypen) geeignet. Der Geschmack ist süß und zusammenziehend.

Lavendel dient nicht nur als Duftstoff in der Parfümindustrie sondern findet sich auch oft als Aufhänger in verschiedenen Schlafzimmern. Er beruhigt die Nerven und hilft beim Einschlafen, bzw. Durchschlafen.

Wir trocknen die Lavendelblüten und nutzen sie dann als  Teeaufguss. Für eine Tasse Tee 2 Tl der Lavendelblüten mit kochendem Wasser aufgießen und zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen.

Wer den Effekt noch verstärken möchte, nimmt noch ca. 2 – 4 Hopfendolden dazu. Der Hopfen hilft ebenso beim Einschlafen und außerdem ist er gut gegen Stress und Angstzuständen.

Der Hopfen ist auch der Grund, warum nach einem größeren Biergenuss, vor allem in der ersten Schlafphase, der Schlaf sehr ausgeprägt sein kann…

Im Gegensatz zum Bier (Alkohol) hilft der Lavendeltee aber beim Durchschlafen, das Bier sorgt eher nur für ein schnelles Einschlafen! Außerdem kann bei einem hohen Biergenuss das Schnarchen sehr ausgeprägt sein und der Bettnachbar auch Schlafprobleme bekommen.

Probiert einfach selber aus was euch besser tut und in einer Beziehung eher hilfreich ist!

 

Fieber aus Ayurvedischer Sicht

Sehr oft werde ich gefragt was man gegen Fieber, gerade in der kalten Jahreszeit tun kann. Hier nun ein paar Gedanken dazu, was es im Ayurveda bedeutet und einige praktische Empfehlungen. (frei nach Dr. Vasant Lad)

Fieber im Ayurveda
Fieber ist immer eine Ansammlung von Giftstoffen in der Zirkulation des Körpers. Über das Fieber versucht der Körper dies auszuleiten, bzw. die Giftstoffe zu verbrennen. Ein Fieber lässt man am besten aushungern.
Gerade Kinder haben oft noch einen gesunden Instinkt, was gut für sie ist und was nicht. Oft verweigern sie bei Fieber die Nahrung, weil sie wissen ihr Körper benötigt Ruhe und keine Nahrung!

Eine alte Weisheit lautet, füttere eine Erkältung und lass ein Fieber hungern!

Keine Milch und keine kalten Getränke trinken, Milch und deren Produkte erzeugen Schleim und Durchfall. Kalte Getränke sind für den Organismus immer eine Herausforderung und müssen erst auf Körpertemperatur gebracht werden, was gerade bei Fieber kontraproduktiv ist!

Kräutertees bei Fieber:
Tee facht immer das Verdauungsfeuer an und verbrennt Giftstoffe im Körper. Erst wenn die Giftstoffe verbrannt sind, wird das Fieber sinken.

Zitronengras
Tulsi
Fenchelsamen
zu gleichen Teilen (Menge) mischen. Einen Tl dieser Mischung mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
2 Teile Koriandersamen
2 Teile Ceylon Zimt
1 Teil Ingwer
1 Tl dieser Mischung 10 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen und dann trinken. Nach einigen Stunden wiederholen, bis das Fieber sinkt.

Kreuzkümmelsamen (Cumin)
Koriandersamen
Fenchelsamen
zu gleichen Teilen (Mengen) mischen und 1 Tl dieser Mischung mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Kann man mehrmals am Tag trinken.

Traubensaft mit Gewürzen ist ebenfalls ein gutes Mittel, da Trauben kühlend für den Körper sind.
½ Tl Cumin
½ Tl Fenchel
½ Tl Sandelholzpulver
1 Glas Traubensaft
alles vermischen und trinken. Wenn Kinder den Geschmack von
z. B. Cumin nicht mögen, dann ohne diesen versuchen.

In einer Schüssel kaltes Wasser und 1 Tl Salz vermischen. Zwei Handtücher darin eintauchen und etwas auswringen. Eines auf die Stirn und eines auf dem Bauchnabel geben. So oft wie nötig wiederholen, das Fieber wird dadurch schnell sinken.

Der Nabel ist der Sitz von Pitta (Feuer), bei Menschen die viel davon im Körper haben kann man folgenden Trick anwenden:
Eine Zwiebel reiben und in die zwei Handtücher verteilen. Diese dann wieder auf Stirn und Nabel legen. Auch ein gutes Mittel um Fieberkrämpfe vorzubeugen.
Bei chronischem Fieber brühen sie einen Tulsi – Tee auf, geben ½ Tl schwarzen Pfeffer und lassen diesen auf Trinktemperatur abkühlen. Nun einen Tl Waldhonig untermischen und 2-3 mal täglich trinken.

Wenn Fieber länger als 3 Tage anhält sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

So, nun lasst es euch gut gehen, und denkt immer daran: für die Gesundheit ist jeder selbst verantwortlich!

 

Ayurvedisch Kochen in Chemnitz – geht das???

Ein Vortrag über die ayurvedische Ernährungslehre

    

und was die Küche unserer Oma
mit Ayurveda zu tun hat
von Mario Fröhlich,
ayurvedischer Ernährungscoach aus Chemnitz

Im Hotel & Restaurant Kleinolbersdorf
Ferdinandstraße 105
09128 Chemnitz
www.hotel-kleinolbersdorf.de

Preis: 27,00 € / Person
inkl. 3 Gäng Menü
und Begrüßungsgetränk

Am 10. 01. 2020 Einlaß: 18:00 Uhr
Anmeldung bitte unter:
0371/772402
oder per E-Mail:
info@hotel-kleinolbersdorf.de

 

Weihnachtsbäckerei

Die Saison hat begonnen

Auch im Ayurveda gibt es Kekse und Plätzchen. Hier ein Rezept mit Macadamia Nüssen. Wer Nüsse nicht verträgt kann diese mit Mandeln ersetzen (denn sie zählen nicht zu den Nüssen).

Macadamia-Cookies

Für ca. 20 Stück: 125 g warme Butter, 125 g Rohrohrzucker, 1 Ei,
175 g Dinkelvollkornmehl, 1 Tl Backpulver, 1 Pr. Salz, 100 g dunkle Schokolade (mind. 75 %),
75 g Macadamianüsse, 30 g getrocknete Cranberries, 1 gestr. Tl Zimtpulver, 4 Kapseln Kardamom gemörsert.

Butter, Zucker und Ei zu einem glatten Teig verrühren. Die Gewürze, Mehl, Backpulver, Salz mischen und unterrühren. Schokolade und Macadamianüsse grob hacken, mit den Cranberries unter den Teig mischen. Esslöffelweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und bei 200 Grad ca. 8 min. backen.

Vorsicht: Wenn ihr die Cookies aus dem Ofen nehmt, solltet ihr sie nicht gleich vernaschen. Denn sind sie sehr weich, sie werden erst nach dem Abkühlen fest!

Das Ei kann man mit 50 g Apfelmark ersetzen und wenn kein Kardamom im Haus ist, dann vielleicht etwas Lebkuchengewürz. Probiert aus was euch schmeckt…

 

Kochen im Hotel

Kochen im Hotel

Ein Freund fragte mich, ob ich ihm nicht hin und wieder in seinem Hotel in der Küche aushelfen kann, da Köche langsam aussterben! Mir bereitet Kochen viel Spaß und man lernt immer etwas dazu, also sagte ich ihm zu.

Natürlich konnte ich es nicht für mich behalten, dass die ayurvedische Küche meine Leidenschaft geworden ist.

Und es kam, was kommen musste. Eine Angestellte vom Service fragte mich, ob ich ihr nicht was gesundes Ayurvedisches kochen könnte.

Also ayurvedisch kochen kann man überall, so heißt es ja immer wieder im Ayurveda. So ging ich auf die Suche nach frischen und gesunden Zutaten. Das war gar nicht so einfach. Es gab schon Auswahl an Gemüse aber alles gefroren. Salat stand ja auf der Karte, also wurde ich dort schon mal fündig. Bei der Sättigungsbeilage wurde es schon schwieriger, Hülsenfrüchte – Fehlanzeige. Aber frische Kartoffeln, die gab es. Also Mise en Place (vorbereitende Arbeiten) erstellen und los legen.

Schnelles Kartoffel-Gemüsecurry:

Dies waren meine frischen Zutaten, daraus sollte sich etwas Gesundes und Frisches zubereiten lassen.

2 Kartoffeln
1 rote Zwiebel
1 Paprikaschote
12 Partytomaten
1 Stück Gurke, ca. 10 cm
1 Stange Lauch
getrockneter Thymian
getrockneter Majoran
viel frischer Dill und Petersilie
Salz und Pfeffer
3 EL Olivenöl

Das Gemüse waschen, die Kartoffeln, die Zwiebel, die Gurke, je eine halbe Paprikaschote und Lauchstange in kleine Würfel schneiden. Die Partytomaten vierteln. Die restliche Paprikaschote und Lauchstange in 5 cm lange, schmale Streifen schneiden. Dill und Petersilie vom Stiel zupfen und fein hacken, die Stiele klein schneiden. Die Streifen vom Paprika und Lauch in Olivenöl kurz schmoren, beiseite stellen.

Die Zwiebel in Olivenöl leicht anbraten die Kartoffeln dazu geben, den Majoran und Thymian untermischen und viel schwenken bzw. verrühren. Am Besten geht das in einer Wok Pfanne. So lange schmoren bis die Kartoffeln noch leicht knackig sind. Die Tomaten, Lauch und Paprika dazu geben und ebenfalls kurz schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gurke unterheben und kurz erwärmen.

Das Curry z.B. mit einem kleinen gemischten Salat anrichten, mit den Paprika-Lauchstreifen garnieren und mit den Dill und die Petersilie bestreuen.

Auf dem Foto seht ihr noch Brot (Chapati), ein frisch zubereitetes Pfannenbrot.

Chapati Brot:

200 g Weizenvollkornmehl, ½  Tl Salz, ca. 200 ml Wasser

  • Das Mehl mit dem Salz mischen, etwas Wasser dazu geben und gut durchkneten, bis eine homogene und glatte Oberfläche entsteht, wenn es zu trocken ist noch etwas Wasser dazu geben. Mindestens eine Stunden ruhen lassen. (das Kneten sollte schon 15 Minuten in Anspruch nehmen)
  • In kleine Stücke scheiden und flach drücken.
  • In Olivenöl, Ghee, Sesamöl … ausbacken.

Das Essen hat immerhin für 3 Personen gereicht. Alle waren sehr zufrieden und glücklich über dieses herrlich leichte Sommergericht. Es zeigt wieder einmal, das Kochen einfach geht, ohne Stunden in der Küche verbringen zu müssen. Gerade bei so einem schönen Wetter. Also macht das Leben nicht komplizierter, als es so schon manchmal ist. Und habt Freude beim Kochen.

Alle 6 Geschmacksrichtungen waren im Essen enthalten, darauf wird im Ayurveda viel Wert gelegt.

Sommerliche Grüße und gutes Schwitzen…

Eurer Mario

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