Ayurvedisch Kochen in Chemnitz – geht das???

Ein Vortrag über die ayurvedische Ernährungslehre

    

und was die Küche unserer Oma
mit Ayurveda zu tun hat
von Mario Fröhlich,
ayurvedischer Ernährungscoach aus Chemnitz

Im Hotel & Restaurant Kleinolbersdorf
Ferdinandstraße 105
09128 Chemnitz
www.hotel-kleinolbersdorf.de

Preis: 27,00 € / Person
inkl. 3 Gäng Menü
und Begrüßungsgetränk

Am 10. 01. 2020 Einlaß: 18:00 Uhr
Anmeldung bitte unter:
0371/772402
oder per E-Mail:
info@hotel-kleinolbersdorf.de

 

Weihnachtsbäckerei

Die Saison hat begonnen

Auch im Ayurveda gibt es Kekse und Plätzchen. Hier ein Rezept mit Macadamia Nüssen. Wer Nüsse nicht verträgt kann diese mit Mandeln ersetzen (denn sie zählen nicht zu den Nüssen).

Macadamia-Cookies

Für ca. 20 Stück: 125 g warme Butter, 125 g Rohrohrzucker, 1 Ei,
175 g Dinkelvollkornmehl, 1 Tl Backpulver, 1 Pr. Salz, 100 g dunkle Schokolade (mind. 75 %),
75 g Macadamianüsse, 30 g getrocknete Cranberries, 1 gestr. Tl Zimtpulver, 4 Kapseln Kardamom gemörsert.

Butter, Zucker und Ei zu einem glatten Teig verrühren. Die Gewürze, Mehl, Backpulver, Salz mischen und unterrühren. Schokolade und Macadamianüsse grob hacken, mit den Cranberries unter den Teig mischen. Esslöffelweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und bei 200 Grad ca. 8 min. backen.

Vorsicht: Wenn ihr die Cookies aus dem Ofen nehmt, solltet ihr sie nicht gleich vernaschen. Denn sind sie sehr weich, sie werden erst nach dem Abkühlen fest!

Das Ei kann man mit 50 g Apfelmark ersetzen und wenn kein Kardamom im Haus ist, dann vielleicht etwas Lebkuchengewürz. Probiert aus was euch schmeckt…

 

Kochen im Hotel

Kochen im Hotel

Ein Freund fragte mich, ob ich ihm nicht hin und wieder in seinem Hotel in der Küche aushelfen kann, da Köche langsam aussterben! Mir bereitet Kochen viel Spaß und man lernt immer etwas dazu, also sagte ich ihm zu.

Natürlich konnte ich es nicht für mich behalten, dass die ayurvedische Küche meine Leidenschaft geworden ist.

Und es kam, was kommen musste. Eine Angestellte vom Service fragte mich, ob ich ihr nicht was gesundes Ayurvedisches kochen könnte.

Also ayurvedisch kochen kann man überall, so heißt es ja immer wieder im Ayurveda. So ging ich auf die Suche nach frischen und gesunden Zutaten. Das war gar nicht so einfach. Es gab schon Auswahl an Gemüse aber alles gefroren. Salat stand ja auf der Karte, also wurde ich dort schon mal fündig. Bei der Sättigungsbeilage wurde es schon schwieriger, Hülsenfrüchte – Fehlanzeige. Aber frische Kartoffeln, die gab es. Also Mise en Place (vorbereitende Arbeiten) erstellen und los legen.

Schnelles Kartoffel-Gemüsecurry:

Dies waren meine frischen Zutaten, daraus sollte sich etwas Gesundes und Frisches zubereiten lassen.

2 Kartoffeln
1 rote Zwiebel
1 Paprikaschote
12 Partytomaten
1 Stück Gurke, ca. 10 cm
1 Stange Lauch
getrockneter Thymian
getrockneter Majoran
viel frischer Dill und Petersilie
Salz und Pfeffer
3 EL Olivenöl

Das Gemüse waschen, die Kartoffeln, die Zwiebel, die Gurke, je eine halbe Paprikaschote und Lauchstange in kleine Würfel schneiden. Die Partytomaten vierteln. Die restliche Paprikaschote und Lauchstange in 5 cm lange, schmale Streifen schneiden. Dill und Petersilie vom Stiel zupfen und fein hacken, die Stiele klein schneiden. Die Streifen vom Paprika und Lauch in Olivenöl kurz schmoren, beiseite stellen.

Die Zwiebel in Olivenöl leicht anbraten die Kartoffeln dazu geben, den Majoran und Thymian untermischen und viel schwenken bzw. verrühren. Am Besten geht das in einer Wok Pfanne. So lange schmoren bis die Kartoffeln noch leicht knackig sind. Die Tomaten, Lauch und Paprika dazu geben und ebenfalls kurz schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gurke unterheben und kurz erwärmen.

Das Curry z.B. mit einem kleinen gemischten Salat anrichten, mit den Paprika-Lauchstreifen garnieren und mit den Dill und die Petersilie bestreuen.

Auf dem Foto seht ihr noch Brot (Chapati), ein frisch zubereitetes Pfannenbrot.

Chapati Brot:

200 g Weizenvollkornmehl, ½  Tl Salz, ca. 200 ml Wasser

  • Das Mehl mit dem Salz mischen, etwas Wasser dazu geben und gut durchkneten, bis eine homogene und glatte Oberfläche entsteht, wenn es zu trocken ist noch etwas Wasser dazu geben. Mindestens eine Stunden ruhen lassen. (das Kneten sollte schon 15 Minuten in Anspruch nehmen)
  • In kleine Stücke scheiden und flach drücken.
  • In Olivenöl, Ghee, Sesamöl … ausbacken.

Das Essen hat immerhin für 3 Personen gereicht. Alle waren sehr zufrieden und glücklich über dieses herrlich leichte Sommergericht. Es zeigt wieder einmal, das Kochen einfach geht, ohne Stunden in der Küche verbringen zu müssen. Gerade bei so einem schönen Wetter. Also macht das Leben nicht komplizierter, als es so schon manchmal ist. Und habt Freude beim Kochen.

Alle 6 Geschmacksrichtungen waren im Essen enthalten, darauf wird im Ayurveda viel Wert gelegt.

Sommerliche Grüße und gutes Schwitzen…

Eurer Mario

Fußschweiß

Fußschweiß

Ja, das ist ein Thema über das viele nicht gern sprechen, aber oft darunter leiden.

Schweiß ist nichts anderes als Wasser, nur wenn sich dann noch Bakterien dazu gesellen entsteht Buttersäure und dann wirds gemütlich im Schuh. Man hat den Geruch schon in der Nase bevor man die Schuhe auszieht. Es ist dann wie bei den Cowboys, wenn die ihre Mauken abgelegt haben qualmte es wie bei einer alten Dampflok und die Moskitos haben das weite gesucht.

Zu erst sollte man sein Schuhwerk betrachten. Kunststoffschuhe sind da sicher die schlechteste Lösung. Der Beste Tipp ist barfuß zu gehen. Wenn man im Büro allein ist oder einen entspannten Mitarbeiter hat geht das vielleicht noch, aber anderswo wird es schon schwieriger. Zu Hause sollte man aber so oft wie möglich barfuß gehen, oder Socken mit einer Laufsohle tragen, da diese atmungsaktiv sind. Wenn es doch Kunststoffschuhe sein sollen dann aber mit Netzstoffen. Oder besser Sandalen und im Winter Lederschuhe.

Abhilfe schafft man aber am besten mit regelmäßigen Fußbädern, entweder mit Apfelessig oder Salbei (20-30 Minuten). Danach kalt abbrausen und richtig trocknen, am besten mit einem Föhn zwischen den Zehen trocknen und das morgens und abends. Auch Einlegesohlen mit Zimt können helfen. Man benötigt aber schon etwas Durchhaltevermögen und sollte nach den ersten Wochen nicht gleich wieder aufgeben, wenn der Erfolg sich nicht sofort einstellt. Schließlich sind die Schweißfüße auch nicht über Nacht gekommen.

Katze im Sand

Und was hat das mit Ayurveda zu tun?

Wenn das alles nix hilft, muss man überlegen was man so in sich hinein stopft. Geruchs intensive Schweißbildung kann durchaus etwas mit der Ernährung zu tun haben. Zuviel tierische Eiweiße könnten das Problem sein. Ausgleichen sollte man es mit Bitterstoffen, die  wir eh zu wenig zu uns nehmen. Vielleicht kommt ihr ja zu einem Kochkurs, da erfahrt ihr in welchen Lebensmitteln Bitterstoffe enthalten sind und wie man diese zubereitet.

Mit geruchsneutralen Grüßen                                

Euer Mario

Öl auf Brett + Öle und Fette

Öle und Fette im Ayurveda

Öle / Fette

„Der gesamte Körper besteht aus fettigen Substanzen und das Leben hängt von ihnen ab“
(Sushruta, ayurvedischer Gelehrter 900 v. Chr.)

Oft werde ich gefragt wie es sich im Ayurveda mit Fetten und Ölen verhält, bzw. welche Wirkung sie im Körper entfalten.

Da muss man erstmal wissen, dass unser Gehirn zu 60 % aus Fettmasse besteht. Liegt es da nicht auf der Hand, gute Fette unserem Körper zu zuführen?

Es gibt ja verschiedene Diäten, aber die wo man auf Fett verzichtet, ist glaube ich die Dümmste. Dabei meine ich natürlich nicht das Fett vom Eisbein, sondern hochwertige Fette und Öle.
Wie immer gilt hier, die Dosis macht das Gift!

Im Ayurveda ist das Ghee (geklärte Butter) ein sehr wichtiges Instrument um den Körper zu reinigen und zu stärken. Ghee wirkt verdauungsfördernd und hilft Bindegewebe geschmeidiger zu machen. Mit Hilfe von Ghee werden die Mineralstoffe bis in die letzte Zelle gebracht, es wirkt wie ein Katalysator. Ghee sollte nicht genommen werden, wenn zu viele Toxine im Körper sind. Aber das ist dann wieder ein Fall für den Ayurveda Arzt!

Wie immer im Ayurveda, kommt es auf jeden persönlich an welche und wie viele Fette man benötigt. Und am besten ist es, wenn man selbst herausfindet was einem gut tut.

Hier ein paar Beispiele wie verschiedene Öle auf den Körper wirken:

  • Erdnussöl wirkt erhitzend, ist stärkend und über 200 Grad erhitzbar.
  • Distelöl ist erhitzend, die Wirkung auf das Dosha ist leicht, scharf und ölig. Der Rauchpunkt liegt ca. bei 150 Grad und es sollte nicht für Bratengerichte verwendet werden. Ich bevorzuge es eher für Salate, oder für kurz geschmortes Gemüse und Obst.
  • Ghee kann man über 200 Grad erhitzen, wirkt kühlend und ist schwer. Ich verwende es täglich in der Küche.
  • Kokosöl ist kühlend und wirkt schwer auf den Körper. Durch die kühlende Eigenschaft verwende ich es gern im Sommer. Auch äußerlich kann es bei verschiedenen Problemen helfen. Bei starken Hautproblemen (Neurodermitis) sollte man unbedingt mit einem Ayurveda Arzt absprechen welches Öl verträglich ist,
    da z. B. bei Neurodermitis verschiedene Doshas gestört sein können. Bei Hautproblemen ist oft die Psyche betroffen (der Luftikus ((findet ihr beim ABC unter Doshas)) und es hat nicht immer was mit der Ernährung zu tun. Prinzipiell ist es sehr gut für die „Hitzetypen“ geeignet. Im Kokosöl sind überwiegend gesättigte Fettsäuren enthalten, deshalb verwendet man es nicht als Brotaufstrich, sondern zum backen und braten (immer erhitzen).
  • Olivenöl kühlt ebenfalls, kann aber Cellulitis erzeugen. Bei Olivenöl muss sich jeder selbst ran tasten, da der Geschmack sehr unterschiedlich ausfallen kann. Auch kaltgepresstes Olivenöl kann man bis 170 Grad erhitzen.
  • Senföl ist durch seine Schärfe erhitzend und ist nur für bestimmte Menschen geeignet, da es sehr verdauungsfördernd wirkt. Es eignet sich gut zum braten.
  • Sesamöl ist im Geschmack süß und bitter, erhitzend, stärkend und schmierend. Es ist das beste Öl zum Ölziehen, da es eine reinigende und wärmende Wirkung besitzt. Es hat bei mir einen festen Platz in der Küche. Durch seinen hohen Rauchpunkt kann man es zum Braten (über 200 Grad) nehmen, nur das dunkle geröstete Sesamöl sollte nicht über 170 Grad erhitzt werden. Es ist die Nummer 1 bei Ayurvedischen Massagen.
  • Mandelöl ist erhitzend und schwer mit einem süßen Geschmack und besonders gut für die „Luftikusse“ unter uns.
  • Das gute alt bewährte Leinöl wirkt kühlend und darf nur für kalte Speisen verwendet werden. Es wirkt auch gut bei fettiger und unreiner Haut.
    Dazu täglich 1 Tl Leinsamenschrot mit Naturjoghurt einnehmen (davor und danach 1 Stunde nicht essen und trinken). Aber immer auf das Herstellungsdatum achten, da es nicht lange haltbar ist. In der Regel max. 6 Monate nach der Herstellung (nicht Abfüllung!). Wenn es geöffnet ist, innerhalb eines Monats verbrauchen und dunkel lagern! Leinöl ist ein sehr hochwertiges Öl, da es die meisten Omega 3 Fettsäuren aufweist.
  • Sonnenblumenöl hat einen süßen und zusammenziehenden Geschmack. Wirkt auf den Körper kühlend, schmierend und hat dadurch eine beruhigende Wirkung. Sonnenblumenöl ist für alle das verträglichste Öl, es ist für alle Körpertypen ausgleichend. Es kann über 200 Grad erhitzt werden, außer unraffiniertes (nicht über 100 Grad).

Wichtig bei den Ölen sind die Fettsäuren, je kürzer die Ketten der Fettsäuren sind umso flüssiger und besser verdaulicher. Langkettige Fettsäuren sind schwerer zu verdauen und können für das Herz-Kreislaufsystem Probleme mit sich bringen.

Das sind die für mich wichtigsten Öle und wenn ihr euren Körper kennt, wisst ihr auch welches Öl gut und welches nicht gut für euch ist. Schaut nach bei den Doshas im ABC 🙂

Bis bald Euer Mario

Scroll to Top